Myokardszintigraphie
Mit der Myokardszintigraphie wird die Durchblutung des Herzmuskels unter Belastung und in Ruhe festgestellt. Gegen Ende einer Belastung auf dem Fahrradergometer - vergleichbar einem Belastungs-EKG - wird ein radioaktiver Stoff (z. B. 99m-Tc-MIBI oder 201-Thallium) intravenös injiziert. Dieser wird in Abhängigkeit von der Durchblutung in die Herzmuskelzellen aufgenommen. Im Normalfall ist nur die Muskulatur der linken Herzkammer dargestellt, da die Wand des rechten Ventrikels deutlich dünner ist, die Verteilung ist sowohl unter Belastung als auch in Ruhe homogen (Herz normal). Ein unter Belastung minderdurchblutetes (ischämisches) Herzmuskelgebiet zeigt eine fehlende Aufnahme des Radiopharmakons in der Belastungsaufnahme. Unter Ruhebedingungen (bei vermindertem Blutbedarf) füllt sich dieser Defekt auf. Dieses Myokardareal ist infarktgefährdet (Myokardischämie).Wenn ein Patient bereits einen Herzinfarkt erlitten hat, nimmt das Infarktareal weder bei Belastung noch in Ruhe das Radiopharmakon auf. Es zeigt sich ein gleichbleibender Speicherdefekt (Myokardnarbe). Die Myokardszintigraphie ersetzt nicht die invasive Herzkranzgefäßdarstellung, sie stellt jedoch die Indikation zu dieser Untersuchung, wenn klinischer Befund und Belastungs-EKG nicht übereinstimmen.
Myokardszintigraphie eines gesunden Herzens. Es handelt sich um hintereinanderliegende Schnitte durch die linke Herzkammer; oberer Teil des Ringes: Vorderwand; unten: Hinterwand; rechts: Seitenwand; links: Herzscheidewand; die rechte Herzkammer stellt sich wegen der deutlich dünneren Muskelwand nicht dar.
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Normalbefund:
Das Herzmuskelgewebe ist unter Belastung und in Ruhe gleichmäßig durchblutet.
Abdruck frei bei Vermerk:
Moser/Freiburg
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Belastungsabhängige Mangeldurchblutung:
Die Durchblutung der Herzscheidewand (Septum, links) sowie der Hinterwand (unten) ist unter Belastung reduziert, während in Ruhe eine Erholung eintritt.
Abdruck frei bei Vermerk:
Moser/Freiburg
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Herzinfarkt mit Muskelnarbe:
Das Herzmuskelgewebe in der Seitenwand ist abgestorben. Es wird weder bei Belastung noch in Ruhe durchblutet.
Abdruck frei bei Vermerk:
Moser/Freiburg
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Vorschau
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