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Knochenszintigraphie

Ein Teil der von Brust- oder Prostatakrebs betroffenen Patienten leidet im Verlauf der Krankheit unter Absiedlungen (Metastasen) des Tumors in den Knochen, die sehr schmerzhaft sein können. Knochenmetastasen frühzeitig zu erkennen ist wichtig: Zum einen kann sich die Behandlung der primären Krebserkrankung ändern, sobald der Tumor gestreut hat - eine Operation dieses Primärtumors als alleinige Therapie ist dann keinesfalls mehr ausreichend. Zum anderen lassen sich auch die Metastasen oder zumindest die von ihnen ausgelösten Schmerzen behandeln.

Um Knochenmetastasen sichtbar zu machen, verwendet man radioaktiv markierte Phosphonate, die in Abhängigkeit vom Knochenstoffwechsel an den Knochen angelagert werden.
Da jedoch in Tumorzellen der Stoffwechsel deutlich erhöht ist, speichert befallener Knochen vermehrt den Knochensucher, die Metastasen erscheinen im Szintigramm dunkler.
Im Vergleich zum "normalen" Skelettszintigramm sind in den beiden anderen Beispielen deutlich dunklere Bereiche zu erkennen: in den Knochenmetastasen wird vermehrt Phosphonat angelagert.

Ein wichtiger Vorteil der Knochenszintigraphie ist, daß mit ihr in einem einzigen Untersuchungsgang ohne zusätzliche Strahlenbelastung das gesamte Skelett dargestellt werden kann. Dadurch lassen sich unerkannte Knochenmetastasen aufspüren. Auch bei Verdacht auf Knochenentzündung oder bei unklaren Knochenschmerzen bietet sich die Skelettszintigraphie (auch bei Kindern) an, wenn andere Verfahren (Röntgenbild, Computertomographie, Kernspintomographie) keinen Aufschluß geben können.

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Eine Szintigraphie eines gesunden Skeletts sieht gleichmäßig und symmetrisch aus.

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Moser/Freiburg

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Skelettszintigraphie einer Patientin mit Brustkrebs:
Deutlich sind - im gesunden Skelett unauffällige - dunklere Bereiche in Wirbelsäule, Rippen und Schultern zu erkennen. Der Tumor hat in das Skelett gestreut.

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Moser/Freiburg

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Skelettszintigraphie eines Patienten mit Prostatakrebs:
Deutlich sind - im gesunden Skelett unauffällige - dunklere Bereiche in Wirbelsäule, Rippen, Schultern, Becken und Oberschenkel zu erkennen. Der Tumor hat in das Skelett gestreut.

Abdruck frei bei Vermerk:
Moser/Freiburg

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